Fragen auch Tiere nach dem Sinn des Lebens? Sind sie ohne Sinn glücklicher oder unglücklicher? Ist es überhaupt wichtig das zu beurteilen? Und welchen Unterschied würde letztendlich ein sofortiger Suizid machen? Wiegen sich die positiven und negativen Seiten des Lebens auf?
Das soll jetzt alles nicht so klingen, als wäre ich suizidal veranlagt, ganz im Gegenteil. Trotzdem stelle ich mir Fragen, wohin das alles geht, was Sinn und Zweck dieser Sache die wir Leben nennen ist und auch weitere.
Ist es beispielsweise nur denkbar, dass ich als ICH denke, oder bin ich vielleicht eine Art Tentakel des Universums, das abgeschottet von demselben eine Weile existiert, bis das Universum entscheidet das es zurückmäandert und mich auslöscht. In diesem Falle wären wir alle nur solche "Tentakel".
Vielleicht bin ich aber auch nur in der Fantasie eines anderen Menschen, Tieres oder sogar einer intelligenten Maschine existent. Dann dürfte ich keinen eigenen Willen haben und könnte nur einen vorbestimmten Weg gehen. Woher kann man auch wissen, dass man wirklich einen eigenen Willen hat und nicht alles genau so passieren sollte und man sich gar nicht anders hätte entscheiden können.
Hier ergeben sich nun drei Möglichkeiten:
Erstens: die anderen Möglichkeiten öffnen ein Paralleluniversum. Dies würde erneut zwei fortführende Möglichkeiten bedeuten: einmal, dass sich ein sich immer weiter verzweigender Baum aus Paralleluniversen ergibt, oder dass diese sich auch wieder treffen können.
Zweitens: die anderen Möglichkeiten sind einfach vergangen und sterben sozusagen. Wie ein Würfel, der auch anders hätte fallen können, außer....
Drittens: es hätte nie anders geschehen können, da alles genau so vorbestimmt war.
Man könnte zu Drittens sagen: Dann könnte man ja auch einfach nur rumsitzen, ABER: Wäre das so vorbestimmt? Höchst unwahrscheinlich vermutlich.
Eine weitere Frage, die sich zumindest für erstens und zweitens stellt: Ist ein Endpunkt, ein Ziel vorbestimmt, oder unterliegt das der Selbstbestimmung?
Letztendlich, gibt es immer die Möglichkeit, dass auch die philosophischen Versuche einen eigenen Willen zu belegen einfach an dem Punkt kranken, an dem sie verkennen, dass ein Drittes Wesen (man Nenne es "Gott", "Universum", oder wie einem beliebt) das was ich als "ICH" bezeichne mit diesen zweifelnden Gedanken denkt und will, dass ich so zweifele (Tue "ICH" das überhaupt gerade? Oder vielleicht genau derjenige, der das liest, oder auch nur denkt das "ER" das liest?)
Fragen mit denen man sich vermutlich ein Leben lang beschäftigen kann und auch sollte.
Ich werde auf jeden Fall die klassischen Philosophen um Denkanstöße und Ansätze bemühen.
So long.
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