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Dienstag, 20. November 2012

Lebe im Hier und Jetzt...

sagt man doch immer. Aber meistens tut man das doch nicht. Man lebt auf etwas zu, man will etwas zurück. Letztendlich kann man beides selten erreichen oder beschleunigen. Eigentlich müsste man wirklich versuchen den Moment zu leben und ihn so gut es geht zu genießen. Wie so oft ist das leicht gesagt und schwer getan. Es gibt diese ein Zen Geschichte:
Es kamen ein paar Suchende zu einem alten Zenmeister.
"Herr", fragten sie "was tust du, um glücklich und zufrieden zu sein? Wir wären auch gerne so glücklich wie du."
Der Alte antwortete mit mildem Lächeln: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich esse, dann esse ich."
Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde. Einer platzte heraus: "Bitte, treibe keinen Spott mit uns. Was du sagst, tun wir auch. Wir schlafen, essen und gehen. Aber wir sind nicht glücklich. Was ist also dein Geheimnis?"
Es kam die gleiche Antwort: "Wenn ich liege, dann liege ich. Wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf. Wenn ich gehe, dann gehe ist und wenn ich esse, dann esse ich."
Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend, fügte der Meister nach einer Weile hinzu: "Sicher liegt auch Ihr und Ihr geht auch und Ihr esst. Aber während Ihr liegt, denkt Ihr schon ans Aufstehen. Während Ihr aufsteht, überlegt Ihr wohin Ihr geht und während Ihr geht, fragt Ihr Euch, was Ihr essen werdet. So sind Eure Gedanken ständig woanders und nicht da, wo Ihr gerade seid. In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt. Lasst Euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und Ihr habt die Chance, wirklich glücklich und zufrieden zu sein."

So oft es geht versuche ich auch nach dieser Devise zu leben, manchmal treibt das meine Mitmenschen ein wenig auf die Palme, man kann in dieser Welt nicht einfach nur eine Sache auf einmal tun, dafür reicht oft einfach nicht die Zeit. Das macht die Menschen kaputt. Kein Wunder, dass immer mehr Burnout, Depressionen und ähnliches haben. Es gibt immer mehr Unorte, wie Starbucks, H&M, IKEA. Immer mehr Menschen arbeiten bei großen Konzernen, die persönlichen Kontakte verkümmern und Originale werden konkurrenzunfähig. Ich würde gerne den Anfang machen und die kleinen Einzelhändler unterstützen, aber dazu fehlt das Geld. Wegen der Konkurrenz durch große Ketten mussten Einzelhändler ihre Preise sogar erhöhen, die Einkommen sinken jedoch aufgrund des Lohndumpings der großen Ketten. Also kann man nur dort kaufen, wo man möglichst wenig zahlt. Immer mehr Unorte entstehen und der einzelne Mensch wird immer unwichtiger.
Mich erinnert das an Dystopien wie 1984 oder Brave New World. Und noch sind sich die meisten Menschen nicht mal bewusst, dass sie willig den Konzernen mehr und mehr Macht geben.

Mittwoch, 14. November 2012

One of those songs...

Das ist eines der Lieder, die mich warum auch immer, irgendwie berühren, etwas in mir auslösen. Und natürlich gibt es Momente, in denen es wahrscheinlich wirtschaftlicher wäre, solche Lieder nicht zu hören, und auch gesünder für den eigenen Geisteszustand. Oder doch nicht? Muss man vielleicht Lieder hören, genau in den Momenten, in denen sie einen an meisten zum nachdenken bringen.
Kann man Erkenntnis gewinnen aus dem Nachdenken über das eigene Leben? Ich glaube nicht unbedingt. Wenn man immer nur in der Bude hockt und sich vollströmen lässt eher nicht. Wenn man aber nach draußen geht, nachts spazieren, Rad fahren, Schwimmen,.... dann auf jeden Fall. Ab und zu muss man sich über sein Leben klar werden; was man gut findet, was nicht (mehr) und was man ändern will und kann.

So long.

Jim Croce - I Got A Name

Sonntag, 11. November 2012