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Dienstag, 5. Juni 2012

Gummigeschosse auf Demonstranten/Fußballfans/... ?

Ich bin immer noch der Meinung, dass man solche Mittel der Kontrolle (das selbe gilt imho auch für Überwachung) gar nicht erst geschaffen werden dürfen. Wie leicht wird damit der Missbrauch gemacht, wie leich ist es für einen Polizisten eine Bedrohungslage darzustellen?
Wieviel Gewicht hat die Aussage eines Opfers von Polizeigewalt und wieviel die eines Polizisten?
Natürlich ist hier ein Grat zu überspannen zwischen dem Schutz des Polizisten der seine Arbeit macht und für Ordnung und die öffentliche Sicherheit sorgen soll und dafür natürlich nicht fälschlicherweise von einem Delinquenten angezeigt und aufgrund dessen verurteilt zu werden. Ebenso müssen aber auch Bürger geschützt sein vor Bullen, die wenn sie bei einer Demonstration im Einsatz sind schon wenn sie aus dem Einsatzwagen aussteigen "Lust haben ein paar Demonstranten-Idioten den Knüppel auf den Kopf zu hauen" (ich distanziere mich ausdrücklich von diesem Satz den ich leider persönlich anhören musste und bin schockiert, dass solch eine Person offensichtlich psychisch als für die Polizei tauglich eingestuft wurde).
Es gibt also wohl schwarze Schafe auf beiden Seiten. Wenn man denn wirklich von Seiten sprechen kann, letztendlich kann ein Polizist, der bei einer Demo im Einsatz ist der gleichen Meinung, wie die Demonstranten sein und muss doch die Gesetze ausführen (ja es existieren natürlich Einschränkungen an die Beamte gebunden sind, zumindest offiziell..).
 Dies sollte wohl der ein oder andere Chaot bedenken, bevor er sein Feuerzeug an die Flasche hebt. Mag die Sache auch noch so richtig sein, das Mittel es zu erreichen ist es nicht.
Wie geht man jedoch mit Polizisten um? Einer dieser stets unfreundlichen Berufsgattungen, neben den Bahnkontrolleuren, Bademeistern und Sicherheitsdienstleistern.
Wie man in den Wald schreit, so schallt es wieder heraus.
 Schießt man sich mit chronischer Unfreundlichkeit nicht selbst ins Knie? Wieder ist es ein Balanceakt zwischen Autorität zeigen und über Freundlichkeit und Verständnis das Ziel zu erreichen. Nachhaltiger dürfte sicher letzteres sein. Über Gewalt die Durchsetzung der teilweise unverständlichen und für manche nicht nachvollziehbaren Anordnungen zu erzwingen, führt zu Frustration und Selbstjustiz, wie sie schon Kleist in Kohlhaas beschrieb.

Für mehr Verständnis auf allein Seiten, gegen Vorurteile, so schwer das in Stresssituationen auch sein mag!
 

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