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Mittwoch, 30. März 2011

Staring past the people, staring at the wall.

Ein Gehirn aus Matsch, eine undefinierbare Masse ohne klare Konturen. Heiß vor Schlafmangel durch staubige Korridore in ein verkommenes Zimmer und sich fünfundvierzig Minuten sinnentleertes Geschwätz anhören, mehr ist Schule nicht mehr.
Normalerweise geht der Sekundenzeiger an einer Uhr nicht stetig. Er steht und springt dann eine Einheit, ich habe nur eine Uhr bewusst wahrgenommen, bei der der Zeiger wirklich flüssig seine Runden dreht (und er tut es in dem Raum immer viel zu schnell...). Zeit ist relativ, wobei das schlimme ist, dass man immer das Gegenteil will. Nimmt man die Zeit als Sand, der durch die Hände rinnt wahr, will man sie festhalten, oft aber nicht jede Sekunde einzeln betrachten, Staubflußen die im Sonnenlicht in der Schwebe hängen wie in Zeitlupe beobachten und mit den Gedanken meilenweit in Was-wäre-wenn-Geschichten abschweifen und dabei wissen, dass man eigentlich irgendjemandem zuhören sollte.
Wenn mir so langweilig ist, wie oben beschrieben, dann setzt sich in meinem Kopf manchmal eine Art Perpetuum Mobile in Gang, es fällt mir dann extrem schwer das wieder zu stoppen. Nach einer Weile nervt das wirklich und jedes Mal assoziiere ich es mit einem Satz aus "The incident of the dog in the nighttime", wo ein autistischer Junge sinngemäß sagt, das auch er eine solche Maschine in Kopf hat.
Mein Kopf arbeitet und ich habe ihn nicht immer unter Kontrolle, ich will nicht immer so denken wie ich denke, aber ich kann damit leben. Manchmal kann ich aber nur schlecht mit Veränderungen leben, ich bin ein Gewohnheitstier. Ich weiß nicht, ob ich manche Leute damit nerve und das will ich eigentlich nicht, ich steh Leuten nicht gern auf den Fuß (nur manchen und die haben es in meinen Augen verdient...). Auf jeden Fall ist mein allmorgendlicher Ablauf auch ohne Blick auf die Uhr minutengenau terminier. Bei sowas sind aber Veränderungen für mich nicht mal schlimm. Ich finde es viel schlimmer wenn Personen aus meinem Leben verschwinden oder auch Orte, Neues das dazu kommt bereitet mir weniger Kopfzerbrechen, aber das altbekannte Loslassen. Ich zwing mich aber auch nicht mit Leuten an Orten nur wegen der Vergangenheit und der Tradition was zu machen. Lieber noch auf Distanz gehen und über die negative Entwicklung schimpfen.
 Früher war halt doch vieles (man achte auf das fehlende alles =) )besser!

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